Montag, 31. März 2014

Die Geduldsprobe

"Einer reiht sich an den andern, dass nicht ein Lufthauch hindurchgeht." (Hiob 41, 8)



Keine Lust auf bunte Eier?
Keine Lust auf Hasenjagd?
Keine Lust auf Osterfeuer,
weil das Fernweh an dir nagt?

Na, dann hurtig Koffer packen!
Ab ins Auto. Nix wie weg.
Und schon bald den Stau im Nacken.
Keiner rührt sich mehr vom Fleck.

Millimeterweises Rollen.
Nerventod statt Urlaubsspaß.
Lippen, die beleidigt schmollen,
wo vorhin ein Lächeln saß.

"Ich hab' Hunger!", schreit von hinten
deine Brut vor Ungeduld.
"Tut mir leid, ich kann nicht sprinten!
Alle anderen sind Schuld!"

"Dauert denn die Fahrt noch lange?
Ich muss dringend mal aufs Klo!"
Deinen Blagen wird schon bange,
und dem Weibe ebenso.

Und der Stau wird euch zur Probe.
Nichts geht vor und nichts zurück.
Dann - nach Stunden (Gott zum Lobe)
freie Fahrt (ein kleines Stück …).

Bald schon hat die Blechlawine
ihren letzten Dienst getan.
Nebenan fährt auf der Schiene
ganz entspannt die Deutsche Bahn ..

Bist du dann nach vielen Stunden
müde und geschafft am Ziel,
darfst du Land und Mensch erkunden
(nur das Wetter ist zu kühl).

Eine Woche keine Sorgen.
Du im Kreis von Kind und Frau.
Wer denkt dabei schon an morgen
und den Rückfahrtmegastau???



© Bettina Lichtner
Halleluja

Sonntag, 30. März 2014

Das himmlische Buffet


"Sie laufen hin und her nach Speise und murren, wenn sie nicht satt werden." (Psalm 59, 16)


Auf Mallorca am Buffet
stehen dicht an dicht gedrängelt
Groß und Kleine, doch au weh,
bald hat der und die gequengelt.

Denn es dauert viel zu lang,
bis die Reihe sich mal lichtet.
Und so manchem wird schon bang,
und sein Blick hat sich verdichtet:

denn die Brötchen sind schon aus,
und der Joghurt ist vergriffen.
Und im ehrenwerten Haus
wird am Nörgelwort geschliffen …

A gönnt B nicht seinen Tee,
nicht den Quark und nicht den Käse.
Keine Wurst mehr, ach au weh!
Und der Urlauber wird böse …

"Ich will Frühstück! Will ein Ei!
Will Salami und will Gouda.
Manche fressen hier für drei,
ganz besonders diese Frau da…"

Und der Zeigefinger zeigt
die Beschuldigte und siehe,
ihre Röte steigt und steigt.
Und die Frau denkt: "Mist, ich glühe …"

Alle Augen jetzt auf sie!
Und sie schleicht sich auf ihr Zimmer.
Denn die Antisympathie
wurde wellenartig schlimmer.

Sie denkt weiter: "Armer Mob!
Wie sie sich das Futter neiden!!
Und am liebsten schrie ich: STOPP,
GEBT EUCH ALLE MAL BESCHEIDEN.

IST GENUG FÜR ALLE DA!
ANDREN MENSCHEN KNURRT DER MAGEN."
Aber, eh sie sich versah
hörte sie den Herrgott sagen:

"Nimm von meinem täglich Brot.
Gar nichts andres sollst du essen.
Denn nur diese leiden Not,
die mein heil'ges Wort vergessen.

Meine Botschaft aus der Höh'
ist gesund, doch oft verachtet.
Nimm' vom himmlischen Buffet
wenn die Seele danach schmachtet …"



© Bettina Lichtner

Samstag, 29. März 2014

Irgendwo im Treppenhaus

"So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede." 
(1. Petrus 2, 1)




Tratscherei im Treppenhaus:
"Hamm se schon jehört??
Morjen zieht die Müller aus,
weil der Krach ihr stört …

Jott, oh Jott, watt hat se nur?
Selber jeht se och
jrölend durch'n Treppenflur
(hört man tief bis hoch ….).

Überhaupt, die kiekt ja gern
kräftig in dat Glas.
Sollten se mal lallen hörn -
na, da krieg'n se Spaß …

Wie so 'n Elefantenkind
trampelt se hier rum.
Ick bin ja nich taub und blind,
doch ….. ick schweige stumm.

Keenem sach ick, watt ick weeß,
jeht ja keen' watt an.
Dat ick hinten 'Schweiger' heeß,
da is wohl watt dran.

…… Ach, Frau Müller, juten Tach!
Und? Wie sind se druff?
Schon so früh am Morjen wach?
Weckte ick sie uff?

Anjenehme Woche noch!
Schön, dat es sie jibt!"
Müller denkt: "Die heuchelt doch,
die Frau Unbeliebt …

Wenn ich ihr den Rücken kehr',
lästert sie erneut ….
…….. Ach, Frau Schweiger, welche Ehr'!
Hat mich sehr gefreut."



© Bettina Lichtner
Halleluja


Freitag, 28. März 2014

Little child

"Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind,  als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war." (1. Korinther 13, 11)



Kind zu sein, bedarf es wenig.
Wer das innre Kind bewahrt,
der ist seines Lebens König,
scheut nicht Tal- noch Höllenfahrt.

Der macht eine Wunderreise,
öffnet Türen einer Welt,
die auf zauberhafte Weise
alle Sinne unterhält …

Plötzlich kriecht das Unbeschwerte
aus der Nacht ans Tageslicht.
Selbst das lang nicht mehr gehörte
Lachen wagt die Außensicht.

Keine Sorgen mehr, kein Grübeln.
Tief der Schlaf und süß der Traum.
Ach, wer wollt' es uns verübeln,
gibt man diesem Kinde Raum.

Schaukeln, rutschen, bolzen, wippen -
Ticker spielen, Schneeballschlacht.
Nun, ich möchte wettend tippen,
dass ein tiefer Wunsch erwacht …

Sind wir alle erst erwachsen,
ist auf einen Schlage Schluss.
Kriecht das Alter durch die Haxen,
kommt, was leider kommen muss:

das Gebrechen packt die Glieder,
doch im Kopf, im Kopf, da sind
wir so gerne hin und wieder
dieses unbeschwerte Kind …




© Bettina Lichtner
Halleluja

Donnerstag, 27. März 2014

Will haben

"Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was sein ist." (5. Mose 5, 21)



Der Lenz treibt wilde Blüten.
Da weiß MANN nicht mehr, was MANN tut.
Die Lustgedanken brüten
ein Lustspiel aus, da kocht das Blut …

Da sieht der Mann im Geiste
ein Mädel, das an Schönheit schwer.
Die Fantasie umkreiste
die Holde bis zum Gehtnichtmehr.

Doch dann …. so kann es gehen,
da ward sie mit Herrn X vermählt.
Da blieb das Lustspiel stehen,
und wird auch nicht von vorn erzählt …

Stattdessen zogen Neider
der Ober- und der Unterschicht
durch Straßen, denn die Kleider
der anderen gefielen nicht.

"Gebt ab von den Juwelen.
Gebt ab von eurem Eigentum.",
so hörte man sie grölen.
Sie neideten Besitz und Ruhm.

Sie neideten so tüchtig,
dass innendrin der Blutdruck stieg.
Die Missgunst war so wichtig,
und führte fast zum Bürgerkrieg.

Ach, könnten sie doch gönnen,
und bauten sie am eignen Glück,
dann würden sie erkennen:
wie krank macht doch der Neiderblick.

Man sollte NIE begehren,
des andren Glück, des andren Gut.
Des andren Welt zu ehren,
das ist, was ein Zufriedner tut!



© Bettina Lichtner
Halleluja

Mittwoch, 26. März 2014

Der Teufel in euch



Der Nachbar zur Rechten,
der bläst zu Gefechten.
Sein Nachbar zur Linken ist Feind Nummer eins.
"Und wenn sie ihn brächten,
den Bösen, den Schlechten,
das Beil zu begraben, begrübe ich keins!!!"

Der Grund allen Streites?
Ein ausbruchbereites
Karnickel mit Hunger auf Nachbarschaftskohl.
"Und kommt es: ICH HÄUT' ES!!
Dann winselt und schreit es,
und dient mir zur Weihnacht dem leiblichen Wohl!"

Doch Langohr - nicht blöde,
durchschaut diese Fehde,
und hoppelt dem Tode davon wie der Blitz.
Das miese Gerede,
das ist ihm zu öde.
Der Nachbar indessen fährt hartes Geschütz …

Er stellt eine Falle,
gut sichtbar für alle,
direkt in den Kohl, der so saftig und grün.
Die eiserne Kralle
mit tödlichem Schalle
soll endlich den Hasen ins Ewige zieh'n.

Ich kürz' die Geschichte,
und dämpf' die Gerüchte:
die Falle erwischte den Hasen ja nie!
"Oh, wenn ich ihn sichte,
ich mach' ihn zunichte!!!"
Doch blieb es Jahrzehnte vergebliche Müh'.

Der Kohlkopfbesitzer
erwischt den Stibitzer
nicht heute, nicht morgen und ärgert sich nun.
"Ich kriege den Flitzer!",
so schimpft der Beschützer.
Es wollen die Pläne zu töten nicht ruhn.

Wo Wut uns erblindet,
verstummt und verschwindet
das Gute im Menschen für längere Zeit.
Es ist ja begründet:
wer 's Herz in sich findet,
für den ist Gelassenheit gar nicht so weit ….



© Bettina Lichtner

Dienstag, 25. März 2014

Bitte tu was

"Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der HERR nimmt mich auf." 
(Psam 27, 10)



Hinter verschlossenen Türen
lebt die brutale Gewalt,
müssen schon Kinder erfrieren,
ist es an Liebe so kalt.

Fliegen die Fäuste hernieder,
kennt man nur Schläge und Wut.
Wieder und wieder und wieder
weiß einer nicht, was er tut …

Krieg hinter schweigenden Mauern.
Würdelos, feige und hart.
Kinder, die unentdeckt trauern.
Welch ein so schrecklicher Start …

Väter mit Hass an den Händen,
Mütter mit Lügen im Mund -
hinter verbergenden Wänden
geht eine Kindheit zugrund'.

Väter, die Seelen missbrauchen.
Mütter, die taub sind und blind.
Kinder, die fragend nur hauchen,
wo denn die Sehenden sind.

Kinder, mehr tot als lebendig.
Kinder, so wehrlos allein.
Ach, und ich frage mich ständig:
sind ihre Eltern aus Stein?

Eines der vielen zerstörten
Kinder spricht leis' ein Gebet:
"Gott, hilf uns kleinen Gefährten.
Hilf uns so gut, wie es geht.

Sieh, wie die Eltern uns quälen.
Sieh doch, so groß ist ihr Hass.
Hilf uns geschundenen Seelen.
Bitte, Gott, tu irgendwas …"




© Bettina Lichtner
Halleluja

Montag, 24. März 2014

Das göttliche Allerlei

"Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht." (Matthäus 4, 4)



Blick auf Gottes Speisekarte:
"Mein geliebter Erdengast,
dessen Ankunft ich erwarte:
Wenn du Durst und Hunger hast,

halte Maß in allen Dingen.
Iss gesund und mit Bedacht.
Unterlasse auch das Schlingen!
Dem Genuss gehört die Macht.

Nicht nur Butter, Brot und Schinken,
nicht Gemüse nur allein,
auch das Wasser nicht zum trinken,
reichen aus, beglückt zu sein.

Auch dein Geist braucht seine Speise,
denn er hungert schon zu lang
nach dem Wort, das ich lobpreise,
und nach christlichem Gesang.

Ja, er sehnt sich so nach Frieden,
und nach Liebe und nach Freud',
eh die Kriege ihn ermüden,
und die Ängste und das Leid.

Und es dürstet ihn nach Güte,
nach Barmherzigkeit und Glück.
Pack' ihm alles in die Tüte,
und dann bring' es ihm zurück.

Mach' ihn satt und lass ihn spüren,
er ist wichtig und von Wert.
Ihn zu meinem Tisch zu führen,
hat mal zum Benimm gehört …"



© Bettina Lichtner
Halleluja

Sonntag, 23. März 2014

Da schlummert was

"Ich wollte zwar lieber, alle Menschen wären, wie ich bin, aber jeder hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so." 
(1. Korinther 7, 7)



Gott hat uns Talent gegeben!
Doch es schlummert hier und da.
Diesen Schatz gilt es zu heben!
Sieh, das Gute liegt so nah …

Wagemut zu diesem einen
so berühmten kleinen Schritt,
brächte das Talent zum Scheinen.
Doch der Wille macht nicht mit …

Dieser Wille will sich sträuben
wie ein kleiner sturer Hund.
Lieber will er stille bleiben,
und hält tunlichst seinen Mund.

Doch er spürt da diesen fiesen
kleinen Stachel namens Neid.
Denn ein andrer hat bewiesen,
dass Talent nach Freiheit schreit.

Dem gebührt nun alle Ehre,
und der Beifall brandet auf.
Ach, das sei ihm eine Lehre:
Erst der Schritt und dann der Lauf …

Diesem andren, der sich wagte,
gilt nun Lob von allen Seit',
dass er hoch und höher ragte,
doch er übt Bescheidenheit.

Denn er weiß sehr wohl zu schätzen:
Gott hat das Talent geschenkt.
Finde zu den Innenplätzen,
wo Talent vom Himmel hängt …

Und dann lerne zu vertrauen.
Es ist alles, alles gut.
Um auf dein Talent zu bauen,
gibt dir Gott den rechten Mut …



© Bettina Lichtner
Halleluja

Freitag, 21. März 2014

Rote Laternen

"Wer in Unschuld lebt, der lebt sicher; wer aber verkehrte Wege geht, wird ertappt werden." (Psalm 10, 9)


Auf der Mauer, auf der Lauer,
liegt die kleine Sünde.
Hofft für eine kurze Dauer,
dass sie jemand finde.

Siehe da, den Ehebrecher
macht sie sich zu eigen.
Geist wird schwach, das Fleisch noch schwächer.
Lügenvolles Schweigen …

Seine Frau - die Ahnungslose -
hütet sieben Kinder.
Wechselt Windeln, flickt die Hose,
füttert sieben Münder.

Und der Mann nutzt Liebesdienste,
um sich zu ergötzen.
Ist ein solcher Mann der Kühnste?
(Ich würd' ihn versetzen …)

Schleicht sich heimlich nach dem Akte
aus dem fremden Bette.
Eben der frivole Nackte,
jetzt der brave Nette.

Doch dann ist es dumm gelaufen,
denn er ward gesehen.
"Warst du hier, um Sex zu kaufen?
Ließest du dich gehen?

Na, das wird dein treues Weibe
sicher interessieren.
Lässt dich vom verlockend' Leibe
gegen Geld verführen??"

Oh, da steht der Mann geschlagen
wie ein armer Köter
vor dem Herrn und hört ihn sagen:
"Beichte jetzt, nicht später!"

Und er fällt errötend nieder,
bittet um Vergebung.
Seine Frau singt Kinderlieder,
fern der Sündenhebung …



© Bettina Lichtner
Halleluja



Mittwoch, 19. März 2014

Alte Geständnisse

"Denn auch wir waren früher unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, waren mancherlei Begierden und Gelüsten dienstbar und lebten in Bosheit und Neid, waren verhasst und hassten uns untereinander." (Titus 3, 3)



"Diese Jugend heutzutage …",
schimpft ein greises Mütterlein.
"Allenthalben Trinkgelage!
Früher, früher, keine Frage,
mussten alle artig sein!

Ihre Sprache! So verkommen!
Und zudem auch kein Benimm!
Hätte ich mich so benommen,
hätt' ich einen Schlag bekommen!
Vaters' Strafen waren schlimm …

Und die Kleidung! Gott bewahre!
Viel zu kurz und zu leger.
Rote Lippen, bunte Haare,
älter scheinen als die Jahre -
wenn ich ihre Oma wär'!!!

Und die Liebe? Tja, die Liebe ...
Heute der und morgen die.
Wilde Zeiten, kalte Triebe.
Wenn Er Ihr ein Brieflein schriebe
(noch per Hand) - betört' er sie??

Wenn Er Ihr nun Rosen schickte,
wenn Er Ihr ein Liedchen säng',
wenn Er Ihr ein Sträußchen pflückte,
sie gar mit Parfum beglückte,
ob ihr Herz vor Glück zerspräng'??

Doch wahrscheinlich stellt die Dame
gleich den Brief ins Internet.
Und ein unbescholtner Name
wird verfluchter Teufelssame.
Und man zieht ihn durch das Fett …

Ach, die Jugend heutzutage -
aber, wenn ich ehrlich bin:
Ich genoss die Trinkgelage,
und des Vaters böse Klage
ist mir immer noch im Sinn.

Und die Herren, jung im Herzen,
standen Schlange vor der Tür.
Mit den Schönsten tat ich scherzen,
und die andren litten Schmerzen,
weil ich rief: "Geh weg von mir!!"

Also, es sei zugegeben,
früher war 's genau wie heut'!
Dieses zügellose Leben -
es ist morgen so wie eben.
Und so bleibt es alle Zeit …"



© Bettina Lichtner
Halleluja



Dienstag, 18. März 2014

Der werfe den ersten Stein


"Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." (Galater 6, 2)



Einer geht (den Kopf gesenkt)
durch die kalte Welt und denkt:
"Ach, ich armer Steuersünder.
Jetzt zerreissen mich die Münder."

Schamesröte steigt ihm auf.
Und der Mob haut weiter drauf.
Wie die scheinbar Fehlerfreien
sich an andren Fehlern freuen!?!

Und der Sünder plagt sich sehr.
Seine Last ist gar zu schwer.
Möchte sich ganz tief vergraben
und nur seine Ruhe haben.

Grübe er sich sonstwo ein,
wird es keine Rettung sein.
Die berühmte Shitstorm-Zeile
legt ihn bald in feine Teile.

Worte, spitz und messerscharf,
(abzurufen bei Bedarf)
werden alle Zeit gespeichert
und sekündlich angereichert.

"Besser der, als dass man mich …",
denkt der Mob sich sicherlich.
Und der Sünder kann nicht glauben,
wie sie ihm die Würde rauben …

Ihn erdrückt die große Schuld.
Doch er wartet mit Geduld,
dass da einer aus der Masse
seinen Mund vom Rufmord lasse.

Dass ein einziger nur käm',
und ihn in die Arme nähm',
und ihm sagte: "Komm', ich trage
deine gar so harte Plage."

Der ihm die Gewissheit gibt,
dass er ihn trotz allem liebt.
Und nun saget mir gelinde:
"Seid Ihr alle frei von Sünde?"



© Bettina Lichtner

Samstag, 15. März 2014

Wer zeigt Größe?



Eine Schulhof-Rangelei
rief die Lehrerin herbei,
die im Schlichten sich vergeblich doch versuchte.
Sie ermahnt sogleich die zwei,
dass es ordnungswidrig sei.
Drauf der eine gleich das Schulsystem verfluchte!

Jeder kämpfte um den Sieg,
und sie riefen: "Fäustchen, flieg'!!"
Und den einen traf es mitten in den Magen.
Dieser jugendliche Krieg,
der ins Abgrundtiefe stieg,
lockte ringsherum bald schaulustige Blagen.

Einer fragte nach dem Grund,
drauf ein andrer: "Halt den Mund!"
Und die Lehrerin war immer noch am Keifen.
Eine gute Viertelstund'
trieb der Schlagabtausch es bunt.
Selbst die Strafverweise wollten nicht mehr greifen.

Der Direktor kam gerannt,
nahm die Sache in die Hand.
Jeden Streithahn packt er kräftig am Pullover.
"Seid Ihr außer Rand und Band?
Habt Ihr keinerlei Verstand?
Schluss! Vorbei! In eurem Sprachgebrauch: GAME OVER!"

Hitzkopf eins zu Hitzkopf zwei:
"Ich bin größer! Bleibt dabei!"
Der Direktor schnaubt nun kräftig durch die Nase:
"Welch ein sinnloses Geschrei!
Es ist wahrlich einerlei,
wer hier Igel ist und wer von euch der Hase!

Es ist dieser nur ein Held,
der sich ehrenhaft verhält!
Wahre Größe liegt nicht außen, sondern innen!
Wer den Blickwinkel verstellt,
und vom hohen Rosse fällt,
wird sich baldigst eines Besseren besinnen …"



© Bettina Lichtner

Freitag, 14. März 2014

Neuer Mut

"Hört, ihr Tauben, und schaut her, ihr Blinden, dass ihr seht!" (Jesaja 42, 18)


Auf der Straße hockt ein Mann.
Mancher sieht ihn - dann und wann.
Mancher wirft ihm einen Taler.
"Danke, lieber Steuerzahler!"

Auf dem Pappschild, das er hält,
bittet er um Wort und Geld.
Viele aber all der Satten
ekeln sich so wie vor Ratten …

Zischeln ihm "Schmarotzer, du!"
Doch der Bettler wahrt die Ruh'.
Keinem, die ihn so verhöhnen,
will er seinen Schmerz erwähnen.

Übel hat die Zeit gespielt.
Ach, wer ahnt schon, was er fühlt.
Wessen Haupt auf güldnen Kissen,
will vom Straßenkind nichts wissen.

Die Geschichte, die ihn prägt,
die er wie das Kreuze trägt,
bleibt verborgen. Denn die Blinden
suchen nicht nach Leidensgründen.

Und der Taube hört nicht hin.
Doch das Eis ist gar so dünn,
das die Reichen von den Armen
trennt wie 's Hassen vom Erbarmen.

Armut schmückt die satte Welt.
Nicht der Mangel ist 's an Geld,
nein, es herrscht ein Wärmemangel
in dem eisigen Gerangel.

Armut trägt das Wörtchen MUT.
Mut bedeutet: Es wird gut.
Mut bedeutet: Gott vertrauen,
und mit IHM nach vorne schauen!


© Bettina Lichtner
Halleluja

Mittwoch, 12. März 2014

Vom armen Wicht

"Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf." (1. Korinther 10, 23)



Am Tresen sitzt ein armer Wicht,
der lässt das Saufen nicht.
Sein Chef hat ihm den Dienst quittiert,
drum war sein Weib nicht amüsiert
und schlug ihm ins Gesicht.

"Wer bringt denn nun das Geld ins Haus?",
so bricht 's aus ihr heraus.
Sie fürchtet gar das Hungertuch,
und rät zu einem Kirchbesuch:
"Vielleicht hilft Gott uns raus!?!"

Der arme Wicht, den Kopf verwirrt,
hat sich im Haus geirrt.
Statt dass es ihn zur Kirche treibt,
wird sich mit Schnaps und Bier betäubt,
bis dass es dunkel wird.

Sein Weib, das sich nun Sorgen macht,
geht suchen in der Nacht.
Die Kirchenbänke sieht sie leer.
Doch ward von Seit' der Kneipe her
Vertrautes hergebracht.

Da ist sie wütend hingerannt,
denn ihr war wohl bekannt
die Stimme, die nach draußen drang,
und lallend Schmutz und Ärger sang,
dass sie gar schämend stand.

Es hat ihr den Verstand geraubt,
sie hätt' es nie geglaubt.
Der arme Wicht grölt derbes Zeug.
Und schreit mit einem Fingerzeig:
"Das Saufen ist erlaubt!!"

"Erlaubt, erlaubt ….", so stammelt sie.
"Doch Gutes wirkt es nie!".
Da packte sie den armen Wicht,
und ach das Ende der Geschicht':
ein Kater in der Früh' …



© Bettina Lichtner
Halleluja


Montag, 10. März 2014

Jedem sein Nest

"Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet." (Römer 12, 12)



Der Kopf, der in den Sand gesteckt -
er möge sich erheben!
Die Seele hat wohl Blut geleckt,
es dürstet sie nach Leben!

Was soll der Kummer? Höret auf!
Die Uhr schlägt ohne Pause.
Ein Auf und Ab - so ist der Lauf.
Doch Gott ist dein Zuhause.

Dort findest du Geborgenheit
und Abstand auch vom Bösen.
Auch Abstand von der Sorgenzeit
und dem, was Leid gewesen.

ER, der dir Licht und Hoffnung ist,
er möchte dich erretten.
Wann immer du bekümmert bist,
wird er dich sicher betten.

Dich betten im so warmen Nest,
nach dem die Seele flehte.
Und wenn du Gott gewähren lässt,
dann nimmt er dir die Nöte.

Es liegt an dir: Ergreif' den Draht,
der dich mit ihm verbindet.
Ersuche im Gebet um Rat
und sieh: der Kummer schwindet …



© Bettina Lichtner
Halleluja

Samstag, 8. März 2014

Endlich frei

"Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst." (Josua 1, 9)



Spürst du, wie die Ängste kreisen?
Und dein Hals wird wieder eng …
Wie sie durch den Körper reisen,
sich als böser Gast erweisen,
ohne Scheu, verbohrt und streng …

Wie sie dir Geschichten schicken,
die noch schlimmer sind als Spuk.
Wie sie nerven, wie sie drücken.
Keiner kann sie je erblicken.
Niemand wird aus ihnen klug.

Und sie bauen Barrikaden,
halten dich vom Frohsinn fern.
Sorgenfreie Lebensgeraden
möchten sie mit sich beladen,
denn sie stören allzu gern.

Und sie stehen gern geschrieben
in Gesichtern (jung und alt).
Doch wo sind sie nur geblieben?
Hat mein Mut sie gar vertrieben?
Gar die göttliche Gestalt???

Denn ich wünschte in Gebeten,
dass die Angst mich bald verlässt.
Und da ging sie plötzlich flöten.
Und von angstbedingten Nöten
blieb ein klitzekleiner Rest.

Ach, hab Dank, du Gott-Allmächtig!
Endlich, endlich bin ich frei.
Meine Seele fühlt sich prächtig.
"Starke Angst, wie bist du schmächtig!
Ganz umsonst war dein Geschrei …"



© Bettina Lichtner
Halleluja

Freitag, 7. März 2014

Das Licht Gottes

"Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn nicht sieht der HERR auf das, worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an." (1. Samuel 16,7)



Da glaubt man, einer wäre gut
weil er so täuschend gütig tut.
Doch dann kommt das Erwachen …
Statt Liebe füllt ihn reine Wut.
Statt reines, nur beflecktes Blut.
Und Kartenhäuser krachen.

Da glaubt man, einer wäre treu.
Man wünscht sich, dass er ehrlich sei.
Doch dann kommt die Belehrung.
Du spürst, du bist ihm einerlei.
Und machst dich seiner Nähe frei.
Welch traurige Bescherung …

Da glaubt man, einer wäre lieb.
Vielleicht weil er mal Liebes schrieb.
Doch bald rasseln die Säbel.
Schon wird der Blick dir tränentrüb.
Der Wunderlampe, die man rieb,
entlockte man nur Nebel.

Da glaubt man, einer wäre nett.
Er spinnt sein Garn und wirkt kokett.
Schon hört man Scherben klirren.
Der, welcher eben noch adrett,
sagt, dass er eine andre hätt' ….
Wie kann man sich so irren?

Drum merke, wenn du Gutes denkst,
der Außenansicht Glauben schenkst,
lass dich von Gott beraten!
Denn wenn du in Gefühlen hängst,
und nur die süßen Trauben fängst,
wirst du durch Wüsten waten.

Nicht wichtig, wie der andre spricht.
Nicht wichtig ist sein Angesicht.
Sein Herz nur sagt die Wahrheit.
Drum also schau auf Gottes Licht,
es scheint ins Herz und hat Gewicht.
Und bringt die reine Klarheit.



© Bettina Lichtner
Halleluja

Donnerstag, 6. März 2014

Der letzte Kaviar

"Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?" (Matthäus 6,25)


Feiner Zwirn und Kaviar.
Gold an Armen und an Händen.
Doch der Schein ist gar nicht wahr
und wird mit im Grabe enden …

Trank und Speis und Hemd und Kleid
dürfen gut und gern was kosten.
Doch am Ende aller Zeit
nützen weder Geld noch Posten.

Den Gelüsten wohl gefrönt.
Welch ein zügelloses Leben!
Sich mit allerlei verwöhnt.
Mehr genommen als gegeben.

Und den Körper malträtiert,
dass er schlank bleibt und nicht füllig.
In die Schönheit investiert.
Ewig jung … das ist nicht billig!

Und so drehte sich der Sinn
nur um äußere Belange.
Und das Leben flog dahin,
so als wär' es von der Stange …

Und in zwei-, dreihundert Jahr'
sind die Knochen blank gefressen.
Was dir einst so wichtig war,
hat die Welt dann längst vergessen.

Gott, den Herrscher, schert es nicht,
welchen Prunk und Protz wir hatten.
Ob man reich lebt oder schlicht,
schützt ja keinen vorm Bestatten.

Jener, welcher recht gelebt
und auf Gottes Wort geachtet,
dem hat 's Herz vor Freud' gebebt,
der hat 's Leben ausgeschlachtet …



© Bettina Lichtner
Halleluja

Mittwoch, 5. März 2014

Der freie Fall

"Wer zugrunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall." 
(Sprüche 16,18)



Ach, was bist du stolz geworden.
Gestern noch im Niemandsland.
Heute hast du hundert Orden
über deine Brust gespannt.

Willst gelobt sein für die Taten,
dass dein Egoismus strahlt.
Durch ein stolzes Tal zu waten
wird mit Stürzen oft bezahlt …

Und von oben 'nab zu fallen,
tut dann unten ziemlich weh.
Schadenfreude wird erschallen,
fällst du erst aus stolzer Höh' …

Freund' verloren, Feind gewonnen.
Und sich selbst auf einmal fremd …
Plötzlich ist der Ruhm zerronnen.
Seidenkleid und Lumpenhemd …

Hättest du dein Geld gespendet
an die Armen dieser Welt,
wärst du nicht im Dreck geendet.
Denn du wärst ein wahrer Held.

Doch der Geiz ging dir zur Seite.
Und die Augen wurden blind.
Schau dich an: wo stehst du heute?
Sag, wo deine Freunde sind?

Gott hat uns ein Herz gegeben,
nicht um stolz und hart zu sein.
Nein! Wir sollen Liebe leben!
Hochmut lädt die Neider ein …



© Bettina Lichtner
Halleluja


Dienstag, 4. März 2014

Des Menschen neue Kleider

"Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet." (Epheser 4,22)


"Ich will, ich muss, brauch' dies, brauch' das!!!"
Der Mensch und seine Gier ...
Die Gier ist so ein Pulverfass.
Man stillt sie … doch wofür?

Damit der Nachbar neidisch schaut?
Oh weh, welch' armes Spiel ….
Denn alles ist auf Sand gebaut.
Euch täuscht das Hochgefühl.

So häufelt ihr den Schuldenberg
nur immer weiter an.
Dann steht ihr wie ein kleiner Zwerg
davor und denkt daran:

wie schön war doch die karge Zeit.
Ach, käm' sie wieder her.
Denn weniger - das lehrt das Leid -,
ist eigentlich viel mehr!

Und ebenso die Gier nach Lust,
nach Sucht und nach Gewalt,
bringt letzten Endes nichts als Frust
und macht die Herzen kalt.

Doch Gott, allmächtig, gut und groß,
der ändert deinen Geist.
Vor ihm leg' die Begierden bloß,
die dich komplett vereist …

Die Gier, die Gier hat dich zerstört.
Doch glaub' mir, Hoffnung naht.
Tritt hin zu Gott, denn er erhört
dich und sät neue Saat ….

Er heilt dich gern, doch bleib ihm treu.
Fall' nicht ins alte Nest.
Er macht die alten Kleider neu,
sobald du ihn nur lässt …


© Bettina Lichtner
Halleluja

Montag, 3. März 2014

Faule Früchte



Oft prüfen wir mit Argusblick
die Obstvielfalt im Laden,
und kaufen das perfekte Stück
und selten das mit Schaden.

Der krumme Wuchs, der braune Fleck
ist Schmerz in unsren Augen.
So wirft man lauter Dinge weg,
die nicht der Schönheit taugen.

Tagtäglich häuft ein Berg sich an
von optisch schlechter Ware.
Was einst als Saatgut froh begann,
liegt bald schon auf der Bahre.

Und Gott versteht die Welt nicht mehr.
Er, der die Frucht uns schenkte …
Das Bild vom faulen Früchtemeer
erzürnte ihn und kränkte.

Sobald es um die Nahrung geht,
heißt 's: Töpfchen oder Kröpfchen.
Ihr eigenes Gedankenbeet,
das packt' ich gern am Schöpfchen!!

Da wuchert 's nämlich kreuz und quer.
Da rankt und wächst das Böse!
Dann wünschte ich ein Wunder her,
auf dass es sie erlöse …

Von Wut bis Hass, von Neid bis Gier,
von Eifersucht bis Lüge -
verfaulte Früchte für und für.
Das schreit nach eine Rüge!

Wie groß wär' wohl ein solcher Berg,
auf den der Geistmüll flöge?
Manch einer tät' ein gutes Werk,
wenn er sein Unkraut zöge …




© Bettina Lichtner

Sonntag, 2. März 2014

Nur nicht heute ...

"Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat." (Matthäus 6,34)


"Zukunft, ach, du Unbekannte!
Wie die Menschen an dir schmieden.
Oh, wie weit ihr Traum sich spannte …
Und ihr Wort will nicht ermüden.

'Später, später' - Hör' sie reden!
Und du schmunzelst ganz gelassen.
Denn du weißt, der Tod kriegt jeden
schneller als gedacht zu fassen.

Doch sie planen, planen, planen.
Ihre Jahre sind unendlich.
Gar so weit sind ihre Bahnen.
Und ihr Atmen selbstverständlich.

Jeder Plan gleicht einem Klammern
an das eine kleine Leben.
Umso größer dann das Jammern,
wenn sie all gen Himmel schweben.

Und das Jetzt bleibt unbeachtet.
Bleibt den Augen ganz verborgen.
Hat nach Liebe so geschmachtet,
doch man dachte nur an morgen …."



© Bettina Lichtner
Halleluja

Samstag, 1. März 2014

Wir werden unsren Namen los

"HERR, dein Name währet ewiglich, dein Ruhm, HERR, währet für und für." (Psalm 135,13)


Wir werden in Vergessenheit geraten.
Der Name wie der Körper werden Staub.
Was immer wir zu Lebenszeiten taten -
der Mensch von morgen stellt sich dafür taub.

Man wird in tausend Jahren nichts mehr wissen
vom Angesicht, das jetzt zum Spiegel schaut.
Kein Wesen auf der Welt wird uns vermissen.
Selbst von den Maden sind wir längst verdaut.

Das Lachen, das wir lachen, wird verklingen.
Die Zunge gibt kein einzig' Wort mehr frei.
Man wird uns nimmermehr ein Ständchen bringen.
Wir alle sind der Nachwelt einerlei.

Wer immer hier seit Anbeginn der Zeiten
auf Erden lebte, ist auch uns egal.
Und magst du heut' noch irgendwas bedeuten -
in tausend Jahren schmückst du keinen Saal.

Nur Gottes Name, der wird ewig bleiben.
Nur er alleine lebt und lebt und lebt.
Wenn wir schon längst durchs weite Weltall treiben,
ist Gott ums nächste Menschenwohl bestrebt.


© Bettina Lichtner
Halleluja