Sonntag, 30. August 2015

Auf die Barmherzigkeit !!



Es folgen Worte von Christian Scriver (1629-1693):

"Die Gläubigen trachten danach, ihr in Liebe dienstbereites Herz, ihre Lindigkeit und Freundlichkeit kund werden zu lassen jedem Menschen, er sei ihnen bekannt oder unbekannt, fremd oder verwandt, gottlos oder fromm. Dabei suchen sie nicht nach ihrem Nutzen oder eitlem Ruhm, sondern bloß die Ehre Gottes und des Nächsten Heil und Seligkeit. Wenn demnach ein gläubiger Christ Gelegenheit sieht, Gutes zu tun, so fragt er nicht lange, wer es ist, der seiner Hilfe bedarf, sondern es ist ihm genug, dass es ein Mensch ist, welchen Gott zu seinem Bilde erschaffen und der Herr Jesus mit dem Preis seines teuren Blutes erkauft hat. Die Barmherzigkeit ist eine mitleidende Liebe und eine herzliche Bereitwilligkeit, dem Nächsten mit Rat, Hilfe und Trost beizuspringen, wenn er in Not geraten ist. Die Liebe insgemein nimmt sich des Menschen in jedem Zustande an; als Barmherzigkeit aber zeigt sie sich in seinem Trübsal und Elend. Eine Mutter liebt ihr Kind allezeit und begleitet es allenthalben mit ihrem Herzen und ihren Augen. Wenn das Kind aber krank wird, so wird die Liebe gleichsam heftiger und zeigt sich auf besondere Weise. Sie hebt und trägt es, sie pflegt und wartet sein, sie spricht ihm freundlich zu. Sie netzt es manchmal mit ihren Tränen, wenn es matt und kraftlos in ihrem Schoß liegt. Sie erquickt es und hilft ihm, wie sie nur irgend kann. Dies alles tut sie aus innerem Drang ihres mütterlichen Herzes, welches die Not des Kindes mit empfindet und seine Schmerzen mit fühlt. So ist es auch mit der christlichen Liebe und Barmherzigkeit gegen den notleidenden Nächsten: sie empfindet des Nächsten Not als eigne und trachtet ihm mit Rat und Tat und Gebet zu helfen."

(Christian Scriver, 1629-1693)

Freitag, 28. August 2015

Bibelvers gegen Fremdenhass



3. Mose 19, 18:


        "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."



Mit dem Grundgesetz gegen Fremdenhass




               Auszug aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland:


                                                                        (1) 

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.


                                                    (2) 

Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. 





Donnerstag, 27. August 2015

Zitat gegen Fremdenhass





       "Für seinen Nächsten beten, ist gut;
                  ihm helfen ist besser!"


(Heiliger Josephus Calasanctius, 1556-1648)

Bibelvers gegen Fremdenhass





Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott."


(Sprüche 14, 31)

Mittwoch, 26. August 2015

Mit deutschen Sprichwörtern gegen Fremdenhass



 1.) Aller Anfang ist schwer.
 2.) Arme Gäste sendet uns Gott zu.
 3.) Barmherzigkeit macht viel Freude.
 4.) Blick erst auf dich, dann richte mich.
 5.) Böses bleibt nicht ungestraft.
 6.) Dem Fremden soll man die Ehre lassen.
 7.) Fremde Leute tun oft mehr als Blutsfreunde.
 8.) Freund in der Not, Freund im Tod, Freund hinterm Rücken ... sind 3 starke Brücken.
 9.) Frommer Mann hilft, wo er kann.
10.) Geben ist seliger denn nehmen.
11.) Gemein ist unrein.
12.) Gott führt gern Gleiches und Ungleiches zusammen.
13.) Höflichkeit ziert den Mann und kostet nichts.
14.) Lass' dem Armen auch sein Brot.
15.) Leben und leben lassen.
16.) Liebe überwindet alles.
17.) Man empfängt die Gäste freundlich mit Mund, Herz und Hand, wie Gott wohl weiß.
18.) Mit der Zeit wird dir hold, was vorher dein nicht gewollt.
19.) Not vereinigt Herzen.
20.) Offne Hand macht offne Hand.
21.) Sanftmut macht alles gut.
22.) Tugend überwindet Gewalt.
23.) Verachte keinen andern nicht, du weißt nicht, was noch dir geschieht.
24.) Verletzen ist leicht, heilen schwer.
25.) Viel Geschrei und wenig Wolle.
26.) Viele können einem helfen.
27.) Wag' es und lass Gott walten.
28.) Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg' auch keinem andern zu.
29.) Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu andrem Glück.
30.) Wir sind alle arme Sünder ...


Samstag, 8. August 2015

Bitte recht freundlich




Lasst uns doch helfen an Ecken und Enden,
dass, die da flüchten vor Krieg und vor Tod,
Liebe empfangen aus unseren Händen.
Öffnet die Herzen, denn Wärme tut not!

Seid nicht verstockt oder schlimmer noch: feindlich.
Denkt Euch hinein in das Leiden der Welt.
Heißt sie willkommen und lächelt recht freundlich,
weil doch ein Lächeln die Seelen erhellt.

Schreit nicht Parolen, die Wut in sich tragen.
Seht in die Augen des flüchtenden Kinds.
Seht in die Augen!! Wie könnt' Ihr da sagen:
"Ausländer raus aus der deutschen Provinz?"

Gebet nur her von der Überflussware!
Nicht auf den Sperrmüll das kostbare Gut!
Wahrlich, Ihr hattet so blühende Jahre!
Spenden macht Freu(n)de! Wo bleibt Euer Mut?

Geht 's uns nicht gut? Immer trinken und essen.
Dach überm Kopf und die Räume beheizt!
Hättest du gern zwischen Panzern gesessen?
Nie hat ein Krieg unsre Wege gekreuzt.

Traumatisiert sind die flüchtenden Leute.
Wir aber setzen die Krone darauf.
Zünden die Heime wie gestern so heute.
Hört denn der Fremdenhass nimmermehr auf?

Lasst uns doch helfen an Ecken und Enden.
Seht in die Augen! Welch flehender Blick ...
Lasst uns ein Volk sein mit offenen Händen.
Geht mit den Nächsten durch dünn und durch dick.


(c) Bettina Lichtner

Mittwoch, 5. August 2015

Ohren auf




Die Natur hat ach so wunderbare Klänge,
aber mancher zieht die Kopfhörer-Gesänge
dem Gezwitscher und dem Windgeflüster vor,
denn zwei Stöpsel stecken rechts und links im Ohr.

Und es dröhnen ihm die hochgedrehten Bässe
durch die Lauscher, dass ich vage nur ermesse,
wie 's darinnen nur so lärmt und nur so kracht.
Und die Nachtigall singt süß zur Guten Nacht.

Immer rhythmisch nickt der Kopf zum Takt der Lieder.
Scheinbar zuckt ihm das Getöse durch die Glieder,
denn die Arme schwingen wie elektrisiert.
Und die Amsel hat sich köstlich amüsiert.

Gegen 's Singsang wirkt der Pisaturm gleich gerade!
Bei den schiefen Tönen flehe ich um Gnade.
Doch vergeblich, denn ich werd' ja nicht gehört.
Aus dem nahen Wald hat tief ein Hirsch geröhrt.

Und ein Frosch quakt im benachbarten Gewässer.
Musikalisch ist der Frosch um Längen besser!!
Eine Hummel summt und räumt die Blüten leer.
Mir zur Freude gibt die Gans ihr Schnattern her.

Könnt' mich vierundzwanzig Stunden lang ergötzen
an den kostenlosen gottgeschenkten Schätzen
der Natur, und ach, ich wünschte diesem Tor,
er tät' einmal nur die Stöpsel aus dem Ohr ...



(c) Bettina Lichtner



Sonntag, 2. August 2015

Mütterchens Worte




Und der Gentleman fleht: "Bleibe doch
auf ein Viertelstündchen,
denn dein rotes Mündchen
küsste ich gern noch und noch und noch!!"

Und die Stimme zittert ihm dabei.
Und die Frau errötet,
weil er darum betet,
dass sie heut' sein Bettgeflüster sei.

Und sie denkt ans alte Mütterlein,
das sie einst ermahnte:
falls sich etwas bahnte,
soll das Herz kein Blindenführer sein.

Denn wie schnell erlischt die heiße Glut,
und wie schnell ist 's Winter.
"Kindchen, schau dahinter:
meint 's der Mann auf Dauer wirklich gut?"

Und auf einmal zögert sie, die Frau.
Und dem Mann wird bange.
Eine stundenlange
Diskussion stellt Abgründe zur Schau.

Denn nach vielem Her und wieder Hin,
hat die Frau verstanden:
Alles wird versanden,
denn der Mann hat eines nur im Sinn:

One-Night-Stand und dann Adé, Adé.
Mütterliche Worte
- die der ernsten Sorte -
sahen schon vorher das Au und Weh.

Also nahm die Frau ganz schnell Reißaus.
Denn am Job "Mätresse"
hat sie kein Interesse.
Und sie blies das Feuer wieder aus ....



(c) Bettina Lichtner


Samstag, 1. August 2015

Cecil




Ein Gewehr in falschen Händen
war des Löwen Schicksalsstunde.
VOR dem endlichen Verenden,
riss die Armbrust eine Wunde
in des Königs starke Brust,
und der Mensch hat seine Lust ...

Doch der Pfeil kam schlecht geflogen,
und das Tier ergriff getroffen
von dem todbringenden Bogen
noch die Flucht, die Wunde offen,
und mit diesem blut'gen Mal
folgten vierzig Stunden Qual.

Vierzig stundenlange Qualen.
Und den Jäger stets im Nacken.
"Büßen sollst du und bezahlen,
Mörder du, man soll dich packen
und nicht gnädig mit dir sein.
Langsam, schmerzvoll sei die Pein!!!"

Schließlich fand der Mensch die Beute,
und dann schoss der Geisteskranke
jene tot, nahm Kopf und Häute
von dem Schweif zur letzten Pranke
als Trophäe mit nach Haus.
Doch das WEB schreit es hinaus!!!

Schreit 's hinaus, denn man soll wissen,
dass der Löwe, den sie liebten,
grausam hat verrecken müssen,
dass sie bald Vergeltung übten.
Doch der Mensch, der 's Blut vergoss,
und das Tier für Geld erschoss,

ist der Feigste unter allen!
Denn er lässt sich nicht entdecken.
Ja, er fürchtet sich vorm Fallen
und bleibt schweigend in Verstecken.
GOTT, GREIF EIN UND SEI GERECHT,
STRAFE DIESEN MIESEN KNECHT!!!

Dir, Cecil, wird 's nimmer nützen.
Denn dein Leben ist verloren.
Niemand konnte dich beschützen.
Jener, der dich auserkoren
dich zu morden, sei verdammt!!!
BIS IN EWIGKEIT VERDAMMT.



(c) Bettina Lichtner